Gebetspflanze: Pflegeanleitung für die Maranta Leuconeura
Kaum eine Zimmerpflanze erzählt ihren Tag so deutlich wie die Gebetspflanze. Bei Tagesanbruch breitet sich ihr samtiges Laub waagerecht aus, um jeden Lichtstrahl einzufangen. Mit der Abenddämmerung richten sich die Blätter langsam auf und schließen sich wie ein gefaltetes Händepaar zusammen, eine Bewegung, die ihr die Spitznamen Gebetspflanze oder Schlafpflanze eingebracht hat. Sie stammt aus dem Unterholz der brasilianischen Regenwälder und gedeiht überall dort, wo das Licht sanft bleibt und die Luft leicht feucht ist, was sie zur idealen Begleiterin für eher schattige Ecken in der Wohnung macht.
Dieser Leitfaden bündelt alles, was du brauchst, damit deine Pflanze farbig, aufrecht und gesund bleibt: ideale Lichtverhältnisse, Gießrhythmus, Luftfeuchtigkeit, die häufigsten Probleme (braune Spitzen, eingerollte Blätter, Spinnmilben), Pflegeroutine und Vermehrung durch Teilung.
Inhalt
- Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Gebetspflanze: Porträt eines Laubs, das zwischen Tag und Nacht die Haltung wechselt
- Ideale Bedingungen im Zimmer
- Welche Erde und welcher Topf
- Häufige Probleme und Lösungen
- Schädlinge: zuerst Spinnmilben, seltener Thripse und Schmierläuse
- Pflegeroutine und ein langes Leben
- So vermehrst du eine Gebetspflanze: Teilung des Wurzelstocks
- Die Gebetspflanze und Haustiere
- Hole dir deine Gebetspflanze
- FAQ Gebetspflanze
Das Wichtigste in 30 Sekunden
| Lateinischer Name | Maranta leuconeura (Leitsorte: "Erythroneura", auch "Tricolor" genannt) |
| Weitere Namen | Gebetspflanze, Schlafpflanze, Pfeilwurz, Korbmarante |
| Familie | Marantengewächse (Marantaceae) |
| Herkunft | Tropische Regenwälder Brasiliens |
| Licht | Sanftes, indirektes Licht, verträgt Halbschatten |
| Gießen | Einmal pro Woche im Frühling und Sommer, alle 10 bis 15 Tage im Herbst und Winter |
| Luftfeuchtigkeit | Ideal 50 bis 70 %, nie unter 40 % |
| Temperatur | 18 bis 27 °C ganzjährig, fern von kalter Zugluft |
| Höhe im Zimmer | 30 bis 40 cm, ausladender Bodendeckerwuchs |
| Schwierigkeit | Anfänger |
| Toxizität | Ungiftig für Katzen, Hunde und Kinder (von der ASPCA gelistet) |
| Besonderheit | Nyktinastie: die Blätter falten sich jede Nacht senkrecht zusammen |
Gebetspflanze: Porträt eines Laubs, das zwischen Tag und Nacht die Haltung wechselt
Die Maranta leuconeura wächst wild auf den schattigen Böden der brasilianischen Regenwälder, wo sie sich teppichartig unter dem Blätterdach ausbreitet. Ihr Name ehrt Bartolomeo Maranta, einen italienischen Arzt und Botaniker des 16. Jahrhunderts, während leuconeura auf die hellen Adern verweist, die das Oval jedes Blattes nachzeichnen.
Die in Innenräumen beliebteste Sorte, die wir bei Léon & George anbieten, ist die Erythroneura, häufiger als Tricolor bezeichnet: Blätter in zartem bis tiefem Grün, gezeichnet von einer cremefarbenen Mittelader und durchzogen von himbeerroten Nerven, die wie mit dem Pinsel aufgetragen wirken. Die Blattunterseite leuchtet purpurfarben, was das Farbspiel zusätzlich bereichert, wenn die Pflanze sich abends aufrichtet.
Ihr eigentliches Markenzeichen ist die tägliche Bewegung, die Botaniker Nyktinastie nennen: Bei Einbruch der Dämmerung verlieren motorische Zellen am Blattgrund (die Pulvini) ihren Wasserdruck, und die Blattspreiten klappen nach oben wie zwei zum Gebet gefaltete Hände. Am Morgen kehrt sich die Bewegung um und die Pflanze legt sich wieder flach. Das ist kein dekoratives Spiel: Es begrenzt die nächtliche Verdunstung und maximiert tagsüber die belichtete Blattfläche.
Eine glückliche Gebetspflanze kann sogar winzige, vergängliche weiße Glockenblüten hervorbringen, unscheinbar, aber bezaubernd, die im Frühling und Sommer gelegentlich erscheinen.
Ideale Bedingungen im Zimmer
Licht: sanft, indirekt, niemals in direkter Sonne
Die Gebetspflanze ist eine Unterholzbewohnerin. Sie fühlt sich an einem hellen, aber nicht sonnigen Platz wohl: ein bis zwei Meter von einem Ost- oder Nordfenster entfernt, oder etwas zurückgezogen von einem Südfenster mit Vorhang. Sie gehört zu den wenigen Zimmerpflanzen, die auch schattigere Standorte vertragen, was sie zur idealen Wahl für ein Badezimmer mit Oberlicht, einen Flur oder eine zurückgezogene Ecke macht. Direkte Sonne hingegen bleicht ihr Laub aus, lässt die Ränder braun werden und löscht die typische Zeichnung.
Den passenden Platz findest du in unserer Kollektion Pflanzen für schattige Standorte.
Gießen: regelmäßig, aber nicht zu viel
Die Gebetspflanze mag ein gleichmäßig leicht feuchtes, nie nasses Substrat. Rechne mit einer Wassergabe pro Woche im Frühling und Sommer, dann strecke das Intervall im Herbst und Winter auf alle 10 bis 15 Tage. Die Faustregel: Bevor du gießt, drücke einen Finger 2 bis 3 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich noch feucht an, warte ein paar Tage länger.
Verwende weiches, zimmerwarmes Wasser. Die Gebetspflanze reagiert empfindlich auf Chlor und Kalk, was sich schnell durch braune Blattspitzen zeigt. Greife zu Regenwasser, gefiltertem Wasser, oder lass Leitungswasser 24 Stunden in einem offenen Gefäß stehen, damit das Chlor entweicht.
Denke daran, Untersetzer oder Übertopfboden zehn Minuten nach dem Gießen zu leeren: Die Wurzeln der Gebetspflanze vertragen kein stehendes Wasser.
Luftfeuchtigkeit: hoch, das ist nicht verhandelbar
Hier entscheidet sich die Gesundheit deiner Gebetspflanze. Sie braucht 50 bis 70 % relative Luftfeuchte und zeigt es deutlich, wenn sie unter 40 % fällt (braune Spitzen, eingerollte Blätter). Drei gute Reflexe:
- das Laub mit weichem Wasser zwei- bis dreimal pro Woche besprühen, am besten morgens, damit es vor der Nacht abtrocknet;
- die Gebetspflanze mit anderen Grünpflanzen gruppieren: sie schaffen ein feuchteres Mikroklima;
- im Winter die Pflanze von Heizkörpern entfernen und einen Luftbefeuchter einsetzen, wenn die Raumluft sehr trocken ist.
Für einen gezielten Frische-Schub kannst du das Laub mit unserem Brume Magique besprühen.
Temperatur: stabil, keine kalte Zugluft
Halte die Temperatur ganzjährig zwischen 18 und 27 °C. Plötzliche Kälte ist ihr ärgster Feind: meide Fensterbänke im Winter, zugige Eingangsflure und die unmittelbare Nähe einer Tür, die häufig geöffnet wird. Auf der anderen Seite schwächt eine Heizung auf vollen Touren sie genauso schnell wie ein kalter Luftzug.
Düngen: ein Schub während der Wachstumsphase
Von April bis September gibst du einmal monatlich einen Flüssigdünger für Grünpflanzen, halbiert in der Dosierung. Die Gebetspflanze ist eine bescheidene Pflanze und mag keinen üppigen Nährstoffüberschuss: zu viel Dünger verbrennt die feinen Wurzeln und beschädigt das Laub. Im Herbst und Winter setzt du das Düngen ganz aus: Die Pflanze geht in eine Phase langsamen Wachstums.
Welche Erde und welcher Topf
Die Gebetspflanze liebt ein lockeres, organisch reiches und gut durchlässiges Substrat. Eine ausgewogene Mischung passt perfekt: Grünpflanzenerde, ergänzt um etwa ein Viertel Kokosfaser oder Weißtorf, plus eine Handvoll Perlit oder Bims, um den Wurzelballen aufzulockern. Das Ziel: Feuchtigkeit halten, ohne je ein Wasserloch im Topf zu bilden.
Für das Gefäß wähle einen Anzuchttopf mit Abzugslöchern, der etwas weiter ist als der Wurzelballen (2 bis 3 cm Spielraum pro Seite reichen). Die Gebetspflanze hat ein flaches, aber breit wachsendes Wurzelwerk, daher passt ein Topf, der eher breit als hoch ist. Stelle den Anzuchttopf in einen Übertopf aus Keramik, gebürstetem Aluminium oder farbigem Glas, ganz nach Geschmack. Hat dein Übertopf keinen Abzug, lege eine Schicht Blähton auf den Boden, um die Wurzeln vor Restfeuchte zu schützen.
Häufige Probleme und Lösungen
Die Gebetspflanze ist ausdrucksstark: Ihr Laub verrät sofort, was sie braucht. Hier die häufigsten Signale, geordnet nach Häufigkeit.
Gelbe, schlaffe Blätter: zu viel Wasser ist der Hauptverdächtige
Bei einer Gebetspflanze beginnt das Vergilben fast immer an der Basis und wird von weich werdenden Blättern begleitet. Hauptverdächtige: ein Substrat, das zu lange nass geblieben ist, und das feine Wurzelwerk erstickt. Bevor du erneut gießt, gewöhne dir an, die Feuchtigkeit in den oberen 2 bis 3 cm des Substrats zu prüfen.
Das Substrat ist klatschnass: zu viel Wasser. Wenn mehrere Blätter gleichzeitig vergilben und das Substrat modrig riecht, höre sofort mit dem Gießen auf. Hebe die Pflanze aus dem Anzuchttopf, prüfe die Wurzeln, entferne die schwarzen, weichen Stellen mit einer desinfizierten Schere und topfe sie in frisches, durchlässiges Substrat um.
Vereinzelte gelbe Blätter an einer sonst gesunden Pflanze. Kein Grund zur Sorge: Die Gebetspflanze erneuert ihr Laub regelmäßig, ältere Blätter werden mit der Zeit gelb und fallen ab. Schneide sie an der Basis mit einer desinfizierten Schere ab.
Zu kalkhaltiges oder gechlortes Wasser. Allmähliches Vergilben, begleitet von braunen Spitzen, deutet oft auf ungeeignetes Gießwasser hin. Wechsle zu Regenwasser, gefiltertem Wasser oder lasse Leitungswasser 24 Stunden vor der Anwendung stehen.
Eingerollte oder schlaffe Blätter: die Pflanze hat Durst
Wenn die Blätter deiner Gebetspflanze tagsüber eingerollt bleiben, anstatt sich flach zu entfalten, oder schlaff über den Topfrand hängen, gibt es zwei mögliche Spuren: der Wurzelballen ist in der Tiefe ausgetrocknet, oder die Raumluft ist zu trocken geworden. Tauche den Anzuchttopf rund zehn Minuten lang in eine Schale mit lauwarmem Wasser, um den gesamten Wurzelballen zu rehydrieren, und lasse ihn anschließend gut abtropfen. Nimm danach einen regelmäßigen Gießrhythmus wieder auf, ohne das Substrat zwischen zwei Wassergaben vollständig austrocknen zu lassen, und besprühe das Laub zwei- bis dreimal pro Woche.
Braune, trockene Blattspitzen: zu trockene Luft oder hartes Wasser
Spitzen, die braun werden und sich brüchig anfühlen, sind das häufigste Signal bei der Gebetspflanze. Drei mögliche Ursachen, nach Häufigkeit: zu niedrige Raumfeuchte (unter 40 %), zu hartes oder gechlortes Gießwasser, oder die Pflanze steht in einer trockenen Zugluft (Heizung, Klimaanlage). Besprühe das Laub häufiger, wechsle zu weichem Wasser und stelle die Pflanze weg von trockenen Wärmequellen. Schneide die braunen Stellen mit einer desinfizierten Schere ab, der Blattform folgend, um eine saubere Silhouette zu erhalten.
Verblasste Zeichnung oder farbloses Laub: Standort überprüfen
Der Kontrast zwischen Grün und himbeerroter Ader verblasst meistens durch zu starkes Licht (direkte Sonne, die ausbleicht) oder umgekehrt durch anhaltenden Lichtmangel. Stelle die Pflanze an einen hellen, aber gefilterten Standort: Die Farben kehren auf den neuen Blättern in den folgenden Wochen zurück.
Schädlinge: zuerst Spinnmilben, seltener Thripse und Schmierläuse
Die Gebetspflanze ist keine besonders empfindliche Pflanze, doch ihr zartes Laub und ihr Bedarf an Feuchtigkeit machen sie zur leichten Beute für Spinnmilben, mit Abstand der Schädling Nummer eins bei dieser Pflanze. Trockene Heizungsluft und saftreiches Gewebe: ideale Bedingungen, damit sich ein Befall innerhalb weniger Wochen festsetzt.
Wie erkennst du sie? Auf der Blattunterseite fein gewobene Spinnweben zwischen den Adern, gelbe oder silbrige Punktierung auf der Blattoberfläche, winzige rote oder schwarze, sich bewegende Punkte. Bei fortgeschrittenem Befall fallen die Blätter eines nach dem anderen.
Wie reagierst du? Dusche die Pflanze sofort unter lauwarmem Wasser ab und nimm dabei besonders die Blattunterseiten ins Visier. Behandle anschließend mit Super Neem Oil oder mit einer Lösung aus L'Original Schmierseife, eine Anwendung alle 5 bis 7 Tage über drei Wochen, um den Vermehrungszyklus zu unterbrechen. Erhöhe dauerhaft die Raumfeuchte, um einen Rückfall zu vermeiden.
Gelegentlich kann die Gebetspflanze auch Schmierläuse (weiße, watteartige Häufchen in den Blattachseln) oder Thripse beherbergen. Schmierseife und Neemöl wirken in allen drei Fällen.
Pflegeroutine und ein langes Leben
Schnitt: minimaler Aufwand
Die Gebetspflanze wird nicht geschnitten, um sie in Form zu bringen: Ihr natürlich ausladender, bodendeckender Wuchs ist genau das, was man möchte. Die Pflege beschränkt sich auf wenige einfache Handgriffe.
Konkret heißt das: Vertrocknete oder beschädigte Blätter mit einer desinfizierten Schere am Ansatz des Stiels entfernen. Sind nur die Spitzen trocken, schneide sie der Blattform folgend nach, statt das ganze Blatt zu opfern. Entferne nie mehr als ein Drittel des Laubs auf einmal, besonders im Winter, wenn die Pflanze im langsamen Wachstum ist.
Reinigung des Laubs: für dauerhaft leuchtende Farben
Die samtigen Blätter der Gebetspflanze sammeln rasch Staub, was die Photosynthese bremst und die Kontraste matt wirken lässt. Wische einmal monatlich jede Seite vorsichtig mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch ab. Für eine gründlichere Reinigung gibst du einen Tropfen L'Original Schmierseife, verdünnt in einem Glas Wasser, dazu und wischt anschließend mit klarem Wasser nach. Nutze den Moment, um die Blattunterseiten auf Schädlinge zu prüfen.
Topf drehen
Die Gebetspflanze sucht von Natur aus das Licht. Damit sie sich nicht zu einer Seite neigt, drehe den Topf bei jeder Wassergabe um eine Vierteldrehung. So entsteht eine ausgewogene Pflanze, die gleichmäßig füllt.
Auffüllen und Umtopfen
Die Gebetspflanze freut sich alle 2 bis 3 Jahre, im zeitigen Frühjahr, über ein Umtopfen, wenn die Wurzeln anfangen, sich an den Topfwänden zu drehen. Wähle einen neuen Anzuchttopf mit Abzug, etwas größer (2 bis 3 cm zusätzlicher Durchmesser reichen), fülle mit frischem Substrat (Grünpflanzenerde mit Perlit), und gieße nach dem Umtopfen großzügig. Rechne mit zwei bis vier Wochen, bevor das sichtbare Wachstum wieder einsetzt.
Möchtest du, dass sie nicht weiter wächst, begnüge dich mit einem jährlichen Auffüllen: Trage vorsichtig die obersten 3 cm Substrat ab und ersetze sie durch frische, organisch reiche Erde.
So vermehrst du eine Gebetspflanze: Teilung des Wurzelstocks
Die Gebetspflanze lässt sich auf zwei Arten vermehren, wobei die Teilung die einfachste und zuverlässigste bleibt.
Teilung des Wurzelstocks (Frühling). Hebe die Pflanze beim Umtopfen vorsichtig aus dem Topf und schau dir die Basis an: Du erkennst mehrere Triebgruppen, die durch kurze Rhizome verbunden sind. Trenne mit den Fingern oder bei Bedarf mit einer desinfizierten Schere zwei bis drei Abschnitte ab und achte darauf, dass jeder gesunde Wurzeln und mindestens drei oder vier Blätter besitzt. Topfe jede Teilung sofort in einen kleinen Anzuchttopf mit frischem Substrat. Gieße mäßig, stelle die Pflanze in hellen Halbschatten und warte: Die Anwachszeit ist meist nach zwei bis drei Wochen sichtbar.
Stecklinge im Wasserglas (Frühling und Sommer). Schneide einen gesunden Trieb von etwa 10 cm Länge mit zwei oder drei Blättern direkt unter einem Knoten ab. Stelle den Steckling in ein Glas mit weichem Wasser an einen hellen, indirekten Standort und wechsle das Wasser alle 3 bis 4 Tage. Die ersten Wurzeln zeigen sich in 3 bis 4 Wochen. Wenn sie 3 bis 5 cm lang sind, setzt du den Steckling in einen Topf mit leichtem Substrat und hältst die Erde in den ersten Wochen gleichmäßig feucht.
Die Gebetspflanze und Haustiere
Gute Nachrichten für Haushalte mit Hunden, Katzen oder kleinen Kindern: Die Maranta leuconeura ist offiziell von der ASPCA als ungiftig gelistet, der US-amerikanischen Referenzstelle für Pflanzentoxizität. Du kannst sie ohne Sorge in einem Wohnzimmer aufstellen, ohne fürchten zu müssen, dass dein Vierbeiner unschön damit in Berührung kommt.
Wie bei jedem Laub kann jedoch eine größere Menge beim Verzehr vorübergehende Verdauungsbeschwerden auslösen (leichtes Erbrechen, vermehrter Speichelfluss), allein durch die mechanische Wirkung der Pflanzenfasern. Es bleibt also sinnvoll, Haustiere sanft davon abzubringen, daraus einen regelmäßigen Snack zu machen.
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Hole dir deine Gebetspflanze
Bei Léon & George wählen wir unsere Maranta Erythroneura per Hand bei europäischen Produzenten mit MPS-A-Zertifizierung aus, einer Garantie für verantwortungsvollen Anbau. Jedes Exemplar wird in unseren französischen Werkstätten umgetopft, gereinigt und geprüft, bevor es zu dir auf den Weg geht, begleitet von einem Designer-Übertopf und unserer doppelt schützenden Verpackung.
Dazu erhältst du unsere 30-Tage-Garantie und einen lebenslangen Zugang zu unserem Service Pflanzendoktor: Bei jeder Frage (vergilbendes Blatt, Unsicherheit beim Gießen, Schädlingsbestimmung) antworten dir unsere Gärtnerinnen und Gärtner persönlich.
FAQ Gebetspflanze
Ist die Gebetspflanze pflegeleicht?
Ja. Die Gebetspflanze ist als Anfängerpflanze eingestuft: Sie braucht keinen grünen Daumen und keinen besonders hellen Standort. Achte vor allem auf zwei Punkte: die Raumfeuchte (über 50 % halten) und die Qualität des Gießwassers (kalkarm). Mit diesen beiden Reflexen ist sie eine sehr dankbare Pflanze.
Wie oft sollte man eine Gebetspflanze gießen?
Rechne mit einer Wassergabe pro Woche im Frühling und Sommer, und alle 10 bis 15 Tage im Herbst und Winter. Die Regel lautet: vor jedem Gießen das Substrat fühlen, die obersten 2 cm sollen leicht angetrocknet sein. Verwende weiches, zimmerwarmes Wasser.
Warum werden die Blätter meiner Gebetspflanze gelb?
Vergilben deutet meistens auf zu viel Wasser hin: Das Substrat ist zu lange nass geblieben, und die Wurzeln ersticken. Stoppe das Gießen, prüfe die Wurzeln (entferne schwarze Stellen) und topfe in frisches, durchlässiges Substrat um. Vereinzelte gelbe Blätter an einer sonst gesunden Pflanze gehören zur natürlichen Laub-Erneuerung.
Ist die Gebetspflanze giftig für Katzen und Hunde?
Nein. Die Maranta leuconeura ist von der ASPCA als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde gelistet. Eine größere verschluckte Menge kann gelegentlich leichte Verdauungsbeschwerden durch die Pflanzenfasern auslösen, ohne ernste Folgen.
Wie vermehrt man eine Gebetspflanze?
Die einfachste und zuverlässigste Methode ist die Teilung des Wurzelstocks im Frühling: Trenne beim Umtopfen vorsichtig zwei oder drei Abschnitte ab und achte darauf, dass jeder Wurzeln und mindestens drei Blätter hat, dann topfe jede Teilung in einen kleinen Topf. Du kannst auch einen 10 cm langen Trieb unter einem Knoten abschneiden und 3 bis 4 Wochen lang im Wasserglas bewurzeln, bevor du ihn einpflanzt.
Warum falten sich die Blätter meiner Gebetspflanze abends zusammen?
Das ist ein ganz normales Verhalten, das man Nyktinastie nennt. Jeden Abend verändern motorische Zellen am Blattgrund (die Pulvini) ihren Wasserdruck, und die Blattspreiten klappen senkrecht. Diese Bewegung hat der Pflanze den Spitznamen Gebetspflanze eingebracht. Am Morgen kehrt sie in die flache Haltung zurück. Falten sich die Blätter morgens nie wieder auf, ist das hingegen ein Signal, dem du nachgehen solltest (Lichtmangel oder Wasserstress).
Wie groß wird eine ausgewachsene Gebetspflanze im Haus?
Die Gebetspflanze bleibt eine kleine Pflanze: 30 bis 40 cm hoch, mit einem ausladenden, bodendeckenden Wuchs, der je nach Gefäß einen Durchmesser von 40 bis 50 cm erreichen kann. Sie eignet sich ideal für ein Regal, ein niedriges Möbel oder einen Schreibtisch.
Warum werden die Blattspitzen meiner Gebetspflanze braun?
Drei mögliche Ursachen, geordnet nach Häufigkeit: zu niedrige Raumfeuchte (unter 40 %), zu hartes oder gechlortes Gießwasser, oder die Pflanze steht in einer trockenen Zugluft (Heizung, Klimaanlage). Besprühe das Laub zwei- bis dreimal pro Woche, wechsle zu Regenwasser oder gefiltertem Wasser und stelle die Pflanze weg von trockenen Wärmequellen.
Wann sollte ich meine Gebetspflanze umtopfen?
Alle 2 bis 3 Jahre, im zeitigen Frühjahr, wenn die Wurzeln anfangen, sich am Boden des Anzuchttopfs zu drehen. Wähle einen neuen Topf mit Abzug, etwas größer (2 bis 3 cm zusätzlicher Durchmesser), fülle mit frischem, durchlässigem Substrat, gieße großzügig und warte zwei bis vier Wochen, bis das sichtbare Wachstum wieder einsetzt.
Welches Substrat für meine Gebetspflanze?
Grünpflanzenerde, angereichert mit etwa einem Viertel Kokosfaser (oder Weißtorf) und einer Handvoll Perlit oder Bims. Das Ziel: ein lockeres Substrat, das Feuchtigkeit hält, ohne je ein Wasserloch zu bilden.
Welcher Standort für meine Gebetspflanze?
Sanftes, indirektes Licht. Ideal: ein bis zwei Meter von einem Ost- oder Nordfenster entfernt, oder etwas zurückgezogen von einem Südfenster mit Vorhang. Die Gebetspflanze verträgt auch schattigere Plätze sehr gut, was sie zur idealen Wahl für lichtarme Räume macht. Strikt zu vermeiden: direkte Sonne, die das Laub verbrennt und die Zeichnung verblassen lässt.