Pothos: Pflegeanleitung für den Goldenen Pothos
Der Pothos gehört zu den Zimmerpflanzen, die wie geschaffen scheinen für das moderne Wohnen: lange, geschmeidige Triebe, die aus einem Regal herabfallen oder sich um eine vertikale Stütze schlängeln, herzförmige Blätter in zartem Grün mit gelber Marmorierung, die jedes Licht einfangen, und ein Charakter, der selbst bei Anfängerinnen und Anfängern gelassen bleibt. Pflegeleichter geht es kaum.
Dieser Leitfaden bündelt alles, was du wissen musst, um deinen Epipremnum aureum zu einer großzügigen und langlebigen Pflanze zu machen: seine Vorlieben bei Licht, Wasser und Luftfeuchtigkeit, die passende Erde, die typischen kleinen Zwischenfälle und die unfehlbare Methode, ihn in wenigen Wochen zu vermehren.
Inhalt
- Das Wesentliche in 30 Sekunden
- Pothos: Porträt einer furchtlosen Kletterin aus Polynesien
- Ideale Bedingungen im Zimmer
- Welche Erde und welcher Topf
- Häufige Probleme und Lösungen
- Deinen Pothos schön und gesund halten
- So vermehrst du deinen Pothos: Stecklinge im Wasserglas
- Pothos und Haustiere
- Bestelle deinen Pothos
- FAQ Pothos
Das Wesentliche in 30 Sekunden
| Botanischer Name | Epipremnum aureum (früher Scindapsus aureus) |
| Andere Namen | Pothos, Efeutute, Goldener Pothos, Goldene Efeutute, Teufelsefeu |
| Familie | Aronstabgewächse (Araceae) |
| Herkunft | Insel Mo'orea, Französisch-Polynesien. Eingebürgert in den gesamten Tropen. |
| Licht | Hell und indirekt. Verträgt Halbschatten. Keine direkte Sonne. |
| Gießen | Im Frühjahr und Sommer etwa einmal pro Woche, im Herbst und Winter alle 10 bis 15 Tage. Die oberen 3 bis 5 cm Substrat zwischen zwei Gaben antrocknen lassen. |
| Luftfeuchtigkeit | 40 bis 60 % ideal. Verträgt problemlos die trockene Luft einer beheizten Wohnung. |
| Wuchshöhe im Zimmer | Hängende oder kletternde Triebe, die 2 bis 3 Meter erreichen können, wenn man sie wachsen lässt. |
| Schwierigkeit | Anfänger. Eine der tolerantesten Zimmerpflanzen überhaupt. |
| Giftigkeit | Giftig für Katzen und Hunde bei Verzehr (unlösliche Kalziumoxalatkristalle). |
| Stärke | Sehr leichte Vermehrung im Wasserglas, schnelles Wachstum, reinigt die Raumluft. |
Pothos: Porträt einer furchtlosen Kletterin aus Polynesien
Der Epipremnum aureum stammt von der kleinen Insel Mo'orea im Archipel der Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien. In den feuchten Wäldern, in denen er wild wächst, klettert er mithilfe von Luftwurzeln an Baumstämmen empor und entfaltet Blätter, die ausgewachsen fast einen Meter lang werden können. Im Zimmer behält er seine jugendliche Form mit herzförmigen Blättern von 8 bis 15 cm, was ihn so gut für das Leben in der Wohnung geeignet macht.
Sein Spitzname Teufelsefeu hat nichts mit botanischer Boshaftigkeit zu tun, sondern alles mit dem Ruf, kaum totzukriegen zu sein: Er überlebt Bedingungen, an denen die meisten anderen Zimmerpflanzen scheitern würden. Diese Widerstandsfähigkeit, kombiniert mit dem grün-gelb panaschierten Laub der weit verbreiteten Sorte Golden, macht ihn seit Jahrzehnten zu einer festen Größe im modernen Wohnen. Er beherrscht zudem zwei sehr unterschiedliche Spielarten: lässt man ihn frei wachsen, fließen die Triebe sanft von einem Regal herab; bietet man ihm eine vertikale Stütze, klettert er nach oben und nimmt eine deutlich aufrechtere Silhouette an.
Über die Optik hinaus hat sich der Pothos in der berühmten Clean Air Study der NASA aus den 1980er-Jahren einen Namen gemacht: Er konnte besonders gut bestimmte flüchtige organische Verbindungen aus der Raumluft filtern. Ein willkommener Bonus zu seiner natürlichen Großzügigkeit.
Ideale Bedingungen im Zimmer
Licht: hell und indirekt, ohne direkte Sonne
Der Pothos zeigt sich am besten in der Nähe eines hellen Fensters mit Nord- oder Ostausrichtung oder etwas zurückgesetzt von einem Süd- oder Westfenster. Je großzügiger das Licht, desto kräftiger zeigt sich die gelbe Panaschierung der Blätter. Bei zu wenig Licht überlebt die Pflanze, aber das Laub neigt dazu, einheitlich grün zu werden, und das Wachstum verlangsamt sich spürbar.
Direkte Sonne solltest du unbedingt vermeiden: Die Strahlen verbrennen das Laub hinter Glas schnell und hinterlassen bleibende Spuren. Steht dein Pothos hinter einer großen Südfront, sorgt ein Vorhang oder ein bis zwei Meter Abstand für gute Bedingungen.
Gießen: regelmäßig, aber nie im Übermaß
Der Pothos mag ein Substrat, das zwischen zwei Gaben abtrocknet. Die Regel: Steck einen Finger in die Erde und gieße nur, wenn die oberen 3 bis 5 cm trocken sind. In der Praxis bedeutet das im Frühjahr und Sommer eine Gabe pro Woche und im Herbst und Winter alle 10 bis 15 Tage, wenn die Pflanze ihren Stoffwechsel herunterfährt.
Verwende Wasser mit Zimmertemperatur, idealerweise einige Stunden stehengelassen, damit das Chlor entweichen kann. Gieße gleichmäßig über den ganzen Wurzelballen, und leere danach immer den Untersetzer oder Übertopf: Stehendes Wasser an den Wurzeln ist mit Abstand die häufigste Ursache, an der ein Pothos eingeht.
Luftfeuchtigkeit: tolerant, aber dankbar
Ein Bereich von 40 bis 60 % ist optimal. Die gute Nachricht: Die Pflanze kommt auch mit der trockenen Luft einer beheizten Wohnung gut zurecht, viel besser als die meisten ihrer tropischen Verwandten. Wenn im Hochwinter die Blattspitzen braun werden, hilft ein wöchentliches Besprühen mit unserem Magic Mist oder das Aufstellen weiterer Pflanzen in der Nähe, um ein kleines Mikroklima zu schaffen.
Temperatur: zwischen 18 und 26 °C, nie unter 13 °C
Der Pothos gedeiht im klassischen Temperaturbereich einer Wohnung, also bei 18 bis 26 °C über das ganze Jahr. Kalte Zugluft verträgt er schlecht: Vermeide Fensterbänke im Winter, Zugluft und die direkte Nähe zu einer Außentür. Unter 13 °C stellt die Pflanze das Wachstum ein und wird anfällig für Wurzelfäule.
Düngung: moderat während der Wachstumsphase
Von März bis September reicht ein flüssiger Dünger für Grünpflanzen, halb verdünnt, alle vier bis sechs Wochen, um ein gutes Wachstum zu sichern. Unser Plant Boost ist auf diesen Rhythmus abgestimmt. Im Herbst und Winter setze die Düngung komplett aus: Die Pflanze nutzt die Nährstoffe in dieser Zeit nicht und ein Überschuss verbrennt am Ende die Wurzeln.
Welche Erde und welcher Topf
Der Pothos mag ein leichtes, leicht saures Substrat, das etwas Feuchtigkeit hält, aber nie staut. Eine Mischung aus zwei Dritteln hochwertiger Zimmerpflanzenerde und einem Drittel drainierender Bestandteile (Perlit, feine Pinienrinde oder Bims) erfüllt diese Anforderungen perfekt. Diese luftige Struktur fördert die Wurzelbildung und verringert das Risiko von Fäulnis deutlich.
Beim Topf wählst du am besten einen Kulturtopf mit Drainagelöchern, der nur wenig größer als der Wurzelballen ist, und stellst ihn in einen wasserdichten Übertopf. Ein zu großer Topf hält im Kern zu viel Feuchtigkeit und bremst das Wachstum. Für einen Pothos Small mit 35 cm Höhe ist ein Übertopf mit 12 bis 13 cm Innendurchmesser die richtige Wahl zum Start. Eine Schicht Tongranulat am Boden hilft, den direkten Kontakt zwischen Wurzelballen und eventuell stehendem Wasser zu vermeiden.
Häufige Probleme und Lösungen
Der Pothos zählt zu den tolerantesten Zimmerpflanzen, aber einige Warnsignale tauchen immer wieder auf. So liest du sie in Sekunden und reagierst richtig.
Gelbe Blätter: fast immer zu viel Wasser
Durchnässtes Substrat: zu viel Wasser. Wenn mehrere Blätter gleichzeitig gelb werden, vor allem die jüngeren in der Mitte, und die Erde drei bis vier Tage nach dem Gießen noch feucht ist, gießt du zu viel. Ein muffiger Geruch aus dem Topf bestätigt die Diagnose. Hole die Pflanze sofort aus dem Übertopf, lege den Wurzelballen auf Zeitungspapier, damit er überschüssiges Wasser abgeben kann, und gieße erst wieder, wenn das Substrat richtig durchgetrocknet ist. In fortgeschrittenen Fällen topfst du komplett aus und schneidest die schwarzen, matschigen Wurzeln weg.
Vereinzelte gelbe Blätter, unten oder im alten Laub: natürlicher Wechsel. Ein oder zwei gelbe Blätter an einer ansonsten kräftigen Pflanze sind völlig normal: Es sind die ältesten Blätter, die ans Ende ihres Lebens kommen. Du kannst sie vorsichtig abzupfen, sie lösen sich ohne Widerstand. Kein Grund zur Sorge.
Diffuse Gelbfärbung mit verlangsamtem Wachstum: zu wenig Licht oder Nährstoffmangel. Wenn neue Blätter blasser und kleiner austreiben und die Pflanze nicht mehr vorankommt, rück sie näher an ein helles Fenster mit indirektem Licht. Eine Gabe verdünnten Düngers bringt sie wieder in Schwung, immer im Rhythmus der Jahreszeit.
Hängende oder schlaffe Blätter: meistens Wassermangel
Wenn die Blätter des Pothos ihre Festigkeit verlieren und die Triebe schlaff herabhängen, ohne dass die Farbe sich ändert, ist die Erde fast immer in der Tiefe ausgetrocknet. Nach einer guten Wassergabe erholt sich die Pflanze in der Regel innerhalb weniger Stunden.
Tauche den Wurzelballen 15 bis 20 Minuten in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser, damit er sich von Grund auf vollsaugen kann, lass ihn abtropfen und stelle die Pflanze zurück an ihren Platz. Heb den Topf vor dem Gießen an: Fühlt er sich erstaunlich leicht an, bestätigt das die Diagnose. Sind die Blätter aber weich UND die Erde gleichzeitig durchnässt, kehrt sich die Diagnose um: erstickte Wurzeln transportieren kein Wasser mehr. Dann musst du umtopfen, die schwarzen Wurzeln entfernen und in frisches Substrat setzen.
Trockene braune Flecken in der Blattmitte: Sonnenbrand
Der Pothos ist auf das gefilterte Licht eines tropischen Unterholzes ausgelegt, nicht auf direkte Sonne hinter einer Scheibe. Das typische Zeichen: trockene Flecken in der Mitte des Blatts, umgeben von einem bleichgelben Hof. Betroffene Blätter erholen sich nicht mehr. Rücke die Pflanze ein bis zwei Meter vom Fenster ab oder dämpfe das Licht mit einem Vorhang und entferne die am stärksten beschädigten Blätter, um die Form wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Weiche, diffuse braune Flecken: Pilzbefall durch zu viel Feuchtigkeit
Sind die Flecken weich statt trocken, bräunlich und mit hellerem Rand, setzt sich ein Pilzbefall durch, fast immer ausgelöst durch zu nasses Substrat in Kombination mit schlechter Luftzirkulation. Stelle die Pflanze separat, entferne die befallenen Blätter und desinfiziere die Schere zwischen jedem Schnitt, und verbessere die Luftzirkulation rund um die Pflanze. Strecke die Gießintervalle, bis der Wurzelballen wieder gut abgetrocknet ist.
Neue Blätter kleiner und weniger panaschiert: zu wenig Licht
Das ist das verlässlichste Zeichen für Lichtmangel. Die gelbe Panaschierung der Sorte Golden braucht helles, indirektes Licht, um sich voll zu entfalten. Wenn deine neuen Blätter kleiner und einheitlicher grün austreiben als die alten, stelle den Pothos näher an eine helle Lichtquelle mit indirektem Licht. Innerhalb weniger Wochen kommen die folgenden Blätter wieder mit kräftiger Zeichnung.
Schädlinge: Wollläuse vorn, seltener Spinnmilben und Thripse
Der Pothos ist insgesamt wenig anfällig für Schädlinge, aber einige typische Gäste tauchen immer wieder auf, vor allem im Winter bei trockener und stehender Luft.
Wollläuse erkennst du an kleinen, watteartigen weißen Polstern am Übergang von Trieb und Blatt oder an der Blattunterseite. Tupfe jedes Polster mit einem in 70-prozentigem Alkohol getränkten Wattestäbchen ab und sprühe das gesamte Laub anschließend einmal pro Woche über drei Wochen hinweg mit einer Lösung aus Neem-Öl oder verdünnter Schwarzer Seife ein, um auch die Eier zu erwischen.
Spinnmilben treten bei trockener und warmer Luft auf, als feine Gespinste in den Blattachseln und als gelbe Sprenkel auf dem Blatt. Ein lauwarmer Sprühregen über das Laub und eine höhere Luftfeuchtigkeit, etwa durch tägliches Besprühen, lösen das Problem meistens.
Thripse hinterlassen silbrige Streifen auf der Blattoberfläche. Blaue Klebefallen und eine Behandlung mit Neem-Öl beseitigen sie in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen.
Unser Super Neem Oil ist genau für diese Situationen gemacht und kann ohne Risiko für Nachbarpflanzen im Zimmer eingesetzt werden.
Deinen Pothos schön und gesund halten
Schnitt: angepasst an die Kaskaden- oder Säulenform
Der Pothos ist eine der dankbarsten Pflanzen, wenn es ums Schneiden geht. Die goldene Regel: Schneide immer direkt über einem Knoten, der kleinen Verdickung, aus der ein Blatt und oft eine Luftwurzel hervorgehen. Die Pflanze antwortet darauf mit neuen Seitentrieben aus diesem Punkt und wird auf natürliche Weise dichter.
Bei einem Pothos in Kaskadenform hast du zwei Möglichkeiten je nach gewünschtem Look: Lass die Triebe einfach wachsen und entferne nur die gelben oder beschädigten Blätter, um den herabhängenden Wuchs zu genießen. Oder kürze die längsten Triebe während der Wachstumsphase alle zwei bis drei Monate auf Topfhöhe, um eine buschige, kompakte Form zu behalten. Die Stecklinge lassen sich problemlos im Wasserglas weiterverwenden (siehe unten den Abschnitt Vermehrung).
Bei einem Pothos in Säulenform am Moosstab geht es darum, den aufrechten Wuchs zu fördern. Halte den Moosstab durch regelmäßiges Besprühen feucht: Die Luftwurzeln des Pothos verankern sich darin und die Pflanze nimmt einen spektakulär aufrechten Wuchs an. Beschränke den Schnitt auf das Entfernen gelber oder beschädigter Blätter und kürze die Spitze nur, wenn die Pflanze das obere Ende des Stabs erreicht hat und über den gewünschten Rahmen hinauswächst.
Du kannst übrigens jederzeit von einer Form in die andere wechseln: Um aus einer Kaskade eine Säule zu machen, steckst du einfach einen Moosstab in die Mitte des Topfes und befestigst die Haupttriebe mit weichen Bindern. Umgekehrt funktioniert es genauso, wenn du den Stab entfernst und die Triebe herabhängen lässt.
Blattreinigung: ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung
Ein staubfreies Blatt fängt deutlich mehr Licht ein und betreibt damit effizientere Fotosynthese. Wische einmal im Monat jedes Blatt vorsichtig mit einem weichen Tuch ab, das mit lauwarmem Wasser und bei Bedarf einem Tropfen Schwarzer Seife angefeuchtet ist. Verzichte auf handelsübliche Blattglanzsprays, sie verstopfen die Blattporen. Unser Magic Mist eignet sich genau für dieses Ritual, ohne die Blätter zu reizen, und erhöht ganz nebenbei die Luftfeuchtigkeit.
Drehen: eine Viertelumdrehung bei jedem Gießen
Wie alle Pflanzen zieht es auch den Pothos zum Licht. Eine Vierteldrehung des Topfes bei jedem Gießen reicht, um eine gleichmäßige Form zu erhalten und zu verhindern, dass alle Triebe zur selben Seite hin wachsen.
Substratauffrischung und Umtopfen: regelmäßig frische Erde
Alle 12 bis 18 Monate kannst du die obersten Zentimeter Erde entfernen und durch frisches Substrat ersetzen. Diese Auffrischung gibt der Pflanze einen Nährstoffschub, ohne den Wurzelballen zu stören.
Ein vollständiges Umtopfen steht alle zwei bis drei Jahre an, oder früher, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen und sich im Topf spiralförmig drehen. Wähle einen neuen Topf, der 2 bis 4 cm breiter ist als der bisherige, hebe den Wurzelballen behutsam heraus, löse die äußeren Wurzeln vorsichtig auf und setze die Pflanze in das neue Substrat. Gieße in den ersten Wochen sparsamer, um den Stress des Umtopfens gering zu halten.
So vermehrst du deinen Pothos: Stecklinge im Wasserglas
Gute Nachricht für alle, die ihre Pflanze vermehren möchten: Der Pothos ist wahrscheinlich die am einfachsten zu vermehrende Zimmerpflanze, deutlich einfacher als ein Ficus oder ein Pachira. Die Luftwurzeln, die an den Trieben bereits vorhanden sind, treiben im Wasser innerhalb weniger Tage aus, ganz ohne Bewurzelungshormon oder Spezialausrüstung.
Die Wasser-Methode ist die anschaulichste und einfachste, ideal für einen ersten Versuch.
- Wähle einen gesunden Trieb von 15 bis 20 cm Länge mit mindestens zwei oder drei Blättern. Schneide den Trieb mit einer sauberen Schere oder einem Messer 1 cm unter einem Knoten ab. An diesem Knoten bilden sich später die Wurzeln.
- Bereite das Glas vor: Fülle ein durchsichtiges Glas mit Wasser auf Zimmertemperatur. Tauche den Trieb so ein, dass der Knoten unter der Wasseroberfläche liegt, ohne dass ein Blatt das Wasser berührt; untergetauchte Blätter faulen und verunreinigen das Wasser.
- Stelle das Glas in helles, indirektes Licht, ohne direkte Sonne. Ein Regal in der Nähe eines Fensters eignet sich sehr gut.
- Warte und tausche das Wasser einmal pro Woche, damit es klar und sauerstoffreich bleibt. Die ersten Wurzeln zeigen sich meist nach sieben bis zehn Tagen.
- Topfe in Erde ein, sobald die Wurzeln 4 bis 5 cm lang sind. Wähle einen kleinen Topf von 10 bis 12 cm Durchmesser mit derselben Mischung wie bei der Mutterpflanze. Halte das Substrat drei bis vier Wochen gleichmäßig feucht, damit sich die Wasserwurzeln an das Leben in der Erde anpassen können, danach gehst du zum normalen Gießrhythmus über.
Tipp: Du kannst mehrere Stecklinge im selben Glas bewurzeln und nach wenigen Monaten einen sehr dichten Pothos formen, indem du die jungen Pflanzen wieder in den Topf der Mutterpflanze einsetzt. So bekommst du eine üppige Form, ohne Jahre warten zu müssen.
Pothos und Haustiere
Der Pothos enthält in allen Teilen unlösliche Kalziumoxalatkristalle: in Blättern, Trieben und im Pflanzensaft. Beim Verzehr durch eine Katze oder einen Hund kommt es sofort zu Reizungen im Maulraum, vermehrtem Speichelfluss und manchmal zu Erbrechen und Schluckbeschwerden. Die Symptome sind selten schwerwiegend, aber für das Tier immer unangenehm und können einen Tierarztbesuch nötig machen, wenn das Tier sehr jung ist oder eine größere Menge gefressen hat.
Lebt in deinem Haushalt ein neugieriger Vierbeiner, der gerne an Blättern knabbert, stelle den Pothos hoch genug ab, zum Beispiel auf ein Regal, von der Decke hängend oder auf ein Möbel, das nicht erreichbar ist. Im Fall eines versehentlichen Verzehrs spüle das Maul des Tiers mit klarem Wasser aus und kontaktiere deine Tierärztin oder deinen Tierarzt, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Für Haushalte mit Tieren, in denen Vorsicht oberste Priorität hat, schau dir lieber unsere Kollektion Haustiersichere Pflanzen an, in der wir unsere nicht giftigen Pflanzen zusammengefasst haben.
Bestelle deinen Pothos
Bei Léon & George wird jeder Pothos von Hand in den Gärtnereien unserer europäischen MPS-A-zertifizierten Partner ausgesucht. Wir topfen ihn in den Übertopf deiner Wahl um und versenden ihn in unserer Doppelverpackung, die das Laub während des Transports schützt.
Jede Pflanze hat eine 30-tägige Garantie nach Erhalt. Und weil eine Zimmerpflanze auch eine lebendige Begleiterin ist, die man im Laufe der Monate kennenlernt, hast du Zugang zu unserem Plant Doctor-Service: Unsere Expertinnen und Experten beantworten deine Fragen, diagnostizieren kleine Zwischenfälle und begleiten dich langfristig.
FAQ Pothos
Ist der Pothos wirklich pflegeleicht für Anfänger?
Ja, ohne Einschränkung. Der Pothos gehört zu den drei oder vier tolerantesten Zimmerpflanzen überhaupt. Er verzeiht vergessene Gießrunden, kommt mit mittlerem Licht klar und erholt sich schnell von Stress. Wer zum ersten Mal eine Zimmerpflanze in die Wohnung holt, trifft mit ihm eine kaum zu schlagende Wahl.
Wie oft solltest du einen Pothos gießen?
Im Frühjahr und Sommer etwa einmal pro Woche. Im Herbst und Winter alle 10 bis 15 Tage. Die wichtigste Regel: nie gießen, solange die oberen 3 bis 5 cm Substrat nicht trocken sind. Besser zu wenig als zu viel: Die Pflanze übersteht einen vergessenen Gießtermin gut, ein längerer Wasserüberschuss dagegen kaum.
Warum werden die Blätter meines Pothos gelb?
In neun von zehn Fällen liegt es an zu viel Wasser. Achte darauf, dass die Erde zwischen zwei Gaben gut abtrocknet und dass kein Wasser im Übertopf steht. Einzelne gelbe Blätter im alten Laub sind dagegen ganz normal: die Pflanze erneuert ihr Blattwerk.
Ist der Pothos giftig für meine Katze oder meinen Hund?
Ja. Alle Pflanzenteile enthalten unlösliche Kalziumoxalatkristalle, die bei Verzehr Reizungen im Maul, vermehrten Speichelfluss und manchmal Erbrechen verursachen. Stelle den Pothos außer Reichweite, wenn du ein neugieriges Tier hast, oder schau dir unsere Kollektion haustiersicherer Pflanzen für ungiftige Alternativen an.
Kann man einen Pothos auch direkt in der Erde bewurzeln?
Ja, das Bewurzeln im Wasserglas bleibt aber einfacher und für Einsteiger anschaulicher. Wenn du es in der Erde versuchst, steckst du die Basis des Stecklings auf 2 bis 3 cm in eine leichte Mischung, einen Knoten eingegraben, hältst das Substrat gerade so feucht und stellst das Ganze unter eine Glocke oder Plastiktüte in indirektes Licht. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln.
Mein Pothos verliert seine gelben Panaschierungen, was tun?
Fast immer ein Zeichen für zu wenig Licht. Die gelbe Panaschierung der Sorte Golden braucht helles, indirektes Licht, um sich voll zu zeigen. Rücke die Pflanze näher an ein helles Fenster, ohne direkte Sonne, und die neuen Blätter sollten innerhalb weniger Wochen wieder ihre kontrastreiche Zeichnung bekommen.
Wie hoch kann ein Pothos im Zimmer werden?
Die Triebe können innerhalb weniger Jahre 2 bis 3 Meter erreichen, wenn man sie wachsen lässt. Du kannst sie an einem Moosstab vertikal führen, von einem hohen Regal herabhängen lassen oder regelmäßig zurückschneiden, um eine kompakte Form zu behalten.
Wie führt man einen Pothos an einem Moosstab nach oben?
Stecke einen Moosstab aus Sphagnum oder Kokosfaser bis auf den Boden in die Mitte des Topfes. Halte ihn feucht, indem du ihn besprühst oder ein- bis zweimal pro Woche etwas Wasser oben einfüllst. Befestige die Haupttriebe mit weichen Bindern am Stab: Die Luftwurzeln des Pothos verankern sich rasch im Moos, dann übernimmt die Pflanze von selbst.
Wann sollte man einen Pothos umtopfen?
Im Schnitt alle zwei bis drei Jahre, früher, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen und sich im Topf spiralförmig drehen. Am besten topfst du im Frühjahr um, zu Beginn der Wachstumsphase. Wähle einen neuen Topf, der 2 bis 4 cm breiter ist als der alte, nicht mehr: ein zu großes Volumen hält zu viel Feuchtigkeit und verlangsamt das Wachstum.
Welche Erde sollte ich zum Umtopfen meines Pothos nehmen?
Eine Mischung aus zwei Dritteln hochwertiger Zimmerpflanzenerde und einem Drittel drainierender Bestandteile: Perlit, feine Pinienrinde oder Bims. Dieses luftige Substrat hält gerade so viel Feuchtigkeit wie nötig und vermeidet Staunässe, was genau den Bedürfnissen der Pflanze entspricht.
Reinigt der Pothos wirklich die Luft?
Er war Teil der berühmten Clean Air Study der NASA aus den 1980er-Jahren, in der er besonders gut bestimmte flüchtige organische Verbindungen wie Formaldehyd und Benzol filtern konnte. Die im versiegelten Versuch gemessene Wirkung ist in einer realen, belüfteten Wohnung deutlich kleiner, bleibt aber ein willkommener Pluspunkt für die Raumluftqualität.