Zimmerpflanzen im Sommer pflegen: 7 wichtige Schritte

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Der Sommer ist da, und Sie spüren sicher, wie die Temperaturen steigen. Die Luft ist trockener, die Tage sind länger, und vielleicht haben Sie die Klimaanlage bereits eingeschaltet.

Auch unsere Zimmerpflanzen spüren diese jahreszeitlichen Veränderungen, und die Pflege Ihrer Zimmerpflanzen im Sommer sollte niemals zur Belastung werden, selbst mitten in einer Hitzewelle. Wie wir können sie einen Sonnenbrand bekommen, unter der Hitze leiden oder zum Ziel einiger ungebetener Gäste werden. Vorbeugen ist also besser als heilen.

Hier sind die 7 wichtigsten Schritte, um entspannt durch den Sommer zu kommen und Ihre Pflanzen strahlend gesund zu halten.

Bogenhanf (Sansevieria) im sommerlichen Licht in einem hellen Innenraum

Passen Sie das Gießen an die Hitze an

Zeigt Ihre sonst so straffe Pflanze plötzlich weiche Blätter, die herabhängen und nach unten zeigen?

Keine Sorge: Meist hat sie einfach Durst. In den heißesten Monaten verdunstet das Wasser im Substrat viel schneller, und die Pflanze verbraucht in ihrer Wachstumsphase mehr davon. Sie müssen also häufiger gießen als im Herbst und Winter.

Vor allem ein Reflex: Prüfen Sie immer die Feuchtigkeit des Substrats, bevor Sie gießen. Stecken Sie einen Finger zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde, oder verwenden Sie einen Feuchtigkeitsmesser, um die Feuchtigkeit direkt an den Wurzeln auf einen Blick abzulesen. Gießen Sie, sobald die Oberfläche des Substrats trocken ist. Vorsicht jedoch: Dieses Erschlaffen kann auch auf zu viel Wasser hindeuten, das die Wurzeln erstickt. Das Fühlen des Substrats bleibt also der beste Maßstab.

Beim Timing gilt: Gießen Sie am besten früh am Morgen oder am Abend, wenn die Temperaturen sinken. Mitten an einem Hitzetag verdunstet ein Großteil des Wassers, bevor es überhaupt die Wurzeln erreicht. Bevorzugen Sie außerdem zimmerwarmes Wasser, das die Pflanze leichter aufnimmt als eiskaltes.

Gewöhnen Sie sich an, Ihre Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren: Ihr Bedarf steigt, je wärmer es wird.

Gönnen Sie Ihren Pflanzen außerdem ab und zu eine richtige Dusche: Großzügiges Gießen, bis das Wasser aus den Abzugslöchern läuft, durchfeuchtet das Substrat in der Tiefe und spült das Laub ab.

Bei Abwesenheit: das Substrat leicht feucht halten

Sie fahren in den Urlaub? Bevor Sie die Koffer packen, gießen Sie Ihre Pflanzen bei Bedarf noch einmal. Sie können auch ein automatisches Bewässerungssystem einrichten, damit Sie gesunde Pflanzen vorfinden:

  • Ein Wasserreservoir aus Ton (etwa eine Olla): Dieser poröse Kegel, in die Erde gesteckt, gibt das Wasser langsam und ganz nah an den Wurzeln ab, je nach Bedarf der Pflanze.
  • Die umgedrehte Flasche: Füllen Sie eine Flasche, stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel und stecken Sie sie mit dem Hals nach unten in die Erde. Das Wasser wird nach und nach abgegeben.
  • Ein Tropfsystem: gekauft oder improvisiert, gibt es das Wasser über mehrere Tage tropfenweise ab.
  • Der Kapillardocht: Tauchen Sie ein Baumwolltuch oder eine Baumwollschnur in ein erhöht stehendes Wassergefäß und legen Sie das andere Ende auf die Erde. Das Wasser steigt durch Kapillarwirkung auf und hält das Substrat feucht.

Um die Verdunstung während Ihrer Abwesenheit zu begrenzen, stellen Sie Ihre Pflanzen zusammen und rücken Sie sie aus der direkten Sonne. Bei einer kurzen Abwesenheit von nur wenigen Tagen können Sie auch die Rollläden teilweise schließen.

Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit

Hitze, Sonne und Klimaanlage trocknen die Raumluft aus, während die meisten unserer Zimmerpflanzen, von Natur aus tropisch, eine gute Luftfeuchtigkeit lieben.

Wird die Luft zu trocken, werden Blattspitzen und Blattränder braun und vertrocknen. Mit ein paar einfachen Handgriffen schaffen Sie eine feuchtere Atmosphäre.

  • Besprühen Sie das Laub regelmäßig: Ein feiner Sprühnebel aus kalkarmem Wasser erfrischt die Pflanze und schenkt ihr eine kleine tropische Dusche. Der Effekt ist kurz, wiederholen Sie ihn also mehrmals pro Woche.
  • Stellen Sie Ihre Pflanzen zusammen: Bei der Transpiration geben sie Feuchtigkeit ab und schaffen untereinander ein feuchteres Mikroklima. Besonders anspruchsvolle Arten (Calathea, Farne, Maranta…) profitieren davon.
  • Stellen Sie Wasserschalen auf: Beim Verdunsten erhöht das Wasser die Luftfeuchtigkeit.
  • Stellen Sie einen Luftbefeuchter auf, in sehr trockenen Räumen oder für besonders durstige Pflanzen: Das ist die wirksamste und dauerhafteste Lösung.
  • Gönnen Sie ihnen ab und zu eine richtige Dusche: Das Laub unter lauwarmem Wasser abzuspülen, befeuchtet es, entfernt Staub und vertreibt dort versteckte Schädlinge.

Schützen Sie Ihre Pflanzen vor Sonnenbrand

Die Sommersonne ist großzügig… manchmal zu großzügig. Hinter einer Fensterscheibe werden ihre direkten Strahlen verstärkt und können das Laub regelrecht verbrennen:

Es entstehen trockene, weißliche oder braune Flecken, meist auf den am stärksten exponierten Seiten. Einmal da, verschwinden diese Spuren nicht mehr.

Die Lösung ist einfach. Rücken Sie Ihre Pflanzen in den heißesten Stunden ein Stück von nach Süden ausgerichteten Fenstern weg, oder filtern Sie das Licht mit einem leichten Vorhang. Nur Kakteen und Sukkulenten vertragen wirklich die direkte Mittagssonne hinter Glas; die meisten tropischen Zimmerpflanzen bevorzugen dagegen helles, aber indirektes Licht gegenüber direkter, brennender Sonne. Achten Sie außerdem auf die Bedürfnisse jeder Art: Stellen Sie eine Schattenpflanze nie in die pralle Sonne, und umgekehrt.

Behalten Sie Sommerschädlinge im Blick

Kein Pflanzenfreund entdeckt gern Insekten unter den Blättern. Doch es ist eine Tatsache: Wenn der Sommer kommt und es Ihren Pflanzen gut geht, ziehen Schädlinge gern in dieses üppige neue Zuhause ein. Hitze und trockene Luft, durch die Klimaanlage noch verstärkt, begünstigen vor allem zwei Störenfriede: Spinnmilben und Thripse.

Spinnmilben

Die Spinnmilbe (Tetranychus urticae) ist eine winzige Milbe, die genau bei dieser warmen, trockenen Umgebung gedeiht. Sie erkennen sie an feinen Gespinsten unter den Blättern und an einem Laub, das sich mit kleinen hellen Pünktchen übersät, bevor es vergilbt.

Am stärksten gefährdet sind Pflanzen, die schnell unter trockener Luft leiden: Ficus, Palmen, Dracaena, Calathea, Strelitzie und Alocasia.

Thripse

Ebenso häufig bei Hitze und Trockenheit sind Thripse, winzige, längliche Insekten, die das Pflanzengewebe anstechen, um den Saft auszusaugen. Sie verraten sich durch silbrige, ockerfarbene oder schwarze Sprenkel, mattes Laub und verformte junge Triebe. Besonders gern mögen sie weiche, dekorative Blätter: Monstera, Calathea, Maranta, Ficus, Dracaena, Anthurium, Alocasia, Philodendron und Zimmerpalmen.

Beim geringsten Verdacht isolieren Sie die Pflanze und behandeln Sie sie ohne Verzögerung. Alle ausführlichen Tipps finden Sie in unserem Thripse-Ratgeber: wie Sie sie erkennen und loswerden.

Woll- und Schildläuse

Weniger an die Sommerhitze gebunden als die beiden vorigen, aber das ganze Jahr über präsent, sitzen Schildläuse in den Blattachseln und entlang der Stängel. Man unterscheidet Wollläuse, klein und oval, von einem weißen, watteartigen Flaum umhüllt, der Nester bildet, und Deckelschildläuse, die wie kleine, runde, braune Blasen aussehen und am Laub haften. Sie befallen gern Kakteen und Sukkulenten, Ficus, Palmen, Orchideen, Zimmer-Zitruspflanzen und Strelitzien. Entfernen Sie sie einzeln mit einem getränkten Tuch und behandeln Sie dann.

Die natürlichen Lösungen

Gute Nachricht: Ob Spinnmilben, Thripse oder Schildläuse, dieselben natürlichen Lösungen wirken Wunder.

  • Die biologische Schwarze Seife, die wir bei Léon & George täglich verwenden. Diese vollständig natürliche Seife ist ein wirksames Kontaktinsektizid gegen weichhäutige Schädlinge (Schildläuse, Spinnmilben, Thripse…). Als Bonus bringt sie das Laub zum Glänzen und unterstützt die Fotosynthese. L'Original, Schwarze Seife auf Olivenölbasis wird verdünnt als Spray verwendet.
  • Das Neemöl, allein oder ergänzend zur Schwarzen Seife. Dieses starke natürliche Abwehrmittel wird verdünnt aufgesprüht, auf das Laub wie auf die Substratoberfläche, um auch die Larven zu beseitigen. Unsere einzigartige Rezeptur Super Neem Oil ist gebrauchsfertig. Tragen Sie es nicht auf blühende Pflanzen im Freien auf, und bevorzugen Sie eine Anwendung am Abend, um Bienen und andere bestäubende Freunde nicht zu stören.
  • Der Branntweinessig, ideal, um Nester von Wollläusen und Spinnmilben zu lösen. Hier ein zu 100 % natürliches Anti-Schädlings-Rezept: Mischen Sie auf 1 Liter Wasser 5 Esslöffel Schwarze-Seife-Paste, 5 Esslöffel Pflanzenöl und 10 cl Branntweinessig.

Die beste Behandlung bleibt die Vorbeugung: Untersuchen Sie regelmäßig die Blattunterseiten und entstauben Sie das Laub.

Meistern Sie den Stress durch die Klimaanlage

Wenn das Thermometer in die Höhe schießt, tut das Einschalten der Klimaanlage oder des Ventilators richtig gut. Doch diese gekühlte Luft ist auch ausgetrocknete Luft, unter der Zimmerpflanzen leiden können: Das Laub trocknet aus und vergilbt oder bräunt an den Rändern.

Bekämpfen Sie dieses Austrocknen an zwei Fronten. Achten Sie zunächst genau auf die Feuchtigkeit des Substrats, denn die Pflanze zieht mehr aus der Erde, um die trockene Luft auszugleichen. Geben Sie ihr anschließend mit den oben genannten Maßnahmen wieder Luftfeuchtigkeit zurück (Besprühen, Zusammenstellen, Tonkugeln, Luftbefeuchter). Und halten Sie Ihre Pflanzen vom direkten Luftstrom der Klimaanlage fern, der sie noch schneller austrocknet.

Halten Sie Ihre Pflanzen von Zugluft fern

Neben trockener Luft können auch direkte Luftzüge, ob von einer Klimaanlage, einem Ventilator oder einem weit geöffneten Fenster, Ihren Zimmerpflanzen zusetzen.

Achten Sie im Sommer darauf, sie vor diesen direkten Luftströmen zu schützen. Verbannen Sie sie jedoch nicht in eine Ecke, die ihnen nicht das nötige Licht bietet: keine Schattenpflanze in die pralle Sonne und keine lichthungrige Pflanze in eine dunkle Nische.

Nutzen Sie das Sommerwachstum zum Düngen

Der Sommer ist die Hauptwachstumszeit der meisten Zimmerpflanzen. Daher ist es der ideale Moment, ihre Entwicklung mit einer Düngung zu unterstützen.

Ein natürlicher Flüssigdünger, im Frühjahr und Sommer höchstens einmal pro Woche ins Gießwasser gemischt, liefert die Nährstoffe für ein schönes Laub. Reduzieren Sie im Herbst und Winter stark oder setzen Sie ganz aus, wenn die Pflanze in die Ruhephase geht.

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Zusammengefasst

Der Schlüssel zu einem gelungenen Sommer für Ihre Pflanzen liegt in wenigen Gewohnheiten: häufiger gießen, ohne je zu vernässen, für eine gute Luftfeuchtigkeit sorgen, vor direkter Sonne schützen, auf Schädlinge achten, die trockene Luft der Klimaanlage ausgleichen, Zugluft vermeiden und die Wachstumszeit zum Düngen nutzen.
Und vor allem: Vergessen Sie nicht, dass Geduld Ihr bester Verbündeter ist. Wie wir brauchen Pflanzen einfach etwas Zeit, um sich an Veränderungen zu gewöhnen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte man Zimmerpflanzen im Sommer gießen?

Häufiger als im Winter, da das Wasser schneller verdunstet und die Pflanze wächst. Statt einem festen Zeitplan zu folgen, prüfen Sie das Substrat: Gießen Sie, sobald die Oberfläche zwei bis drei Zentimeter tief trocken ist. Ein Feuchtigkeitsmesser erleichtert diese Kontrolle erheblich.

Warum sind die Blätter meiner Pflanze im Sommer weich und hängen herab?

Wenn das Laub erschlafft und nach unten zeigt, ist das meist ein Zeichen von Durst aufgrund der schnellen Verdunstung und der Hitze. Dieses Erschlaffen kann aber auch auf zu viel Wasser hindeuten, das die Wurzeln erstickt. Fühlen Sie immer zuerst die Erde, bevor Sie entscheiden: trocken, dann gießen; noch feucht, dann warten.

Gießt man Pflanzen im Sommer besser morgens oder abends?

Am besten früh am Morgen oder am Abend, wenn die Temperaturen sinken: In der Tageshitze verdunstet ein Teil des Wassers, bevor es die Wurzeln erreicht. Verwenden Sie zimmerwarmes Wasser, das die Pflanze leichter aufnimmt.

Wie hält man seine Pflanzen im Urlaub mit Wasser versorgt?

Richten Sie vor der Abreise ein automatisches Bewässerungssystem ein: ein Wasserreservoir aus Ton (Olla), eine umgedrehte Flasche in der Erde, ein kleines Tropfsystem oder einen Kapillardocht (eine Baumwollschnur, die ein Wassergefäß mit der Erde verbindet). Stellen Sie Ihre Pflanzen zusammen und rücken Sie sie aus der direkten Sonne, um die Verdunstung zu begrenzen.

Wie erhöhe ich im Sommer die Luftfeuchtigkeit für meine Pflanzen?

Besprühen Sie das Laub mehrmals pro Woche, stellen Sie Ihre Pflanzen für ein Mikroklima zusammen, setzen Sie die Töpfe auf eine Schale mit feuchten Tonkugeln und stellen Sie in sehr trockenen Räumen einen Luftbefeuchter auf. Eine lauwarme Dusche ab und zu tut ihnen ebenfalls gut.

Wie schütze ich meine Pflanzen vor Sonne und Hitze?

Rücken Sie sie in den heißesten Stunden von nach Süden ausgerichteten Fenstern weg, oder filtern Sie das Licht mit einem leichten Vorhang. Die meisten Zimmerpflanzen bevorzugen helles, indirektes Licht gegenüber direkter Sonne hinter Glas, die das Laub verbrennen kann.

Ist eine Klimaanlage schlecht für Pflanzen?

Sie ist an sich nicht gefährlich, trocknet aber die Luft aus und erzeugt kalte Luftzüge, die das Laub vergilben oder bräunen lassen können. Halten Sie Ihre Pflanzen vom direkten Luftstrom fern, achten Sie auf die Feuchtigkeit des Substrats und erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit (Besprühen, Zusammenstellen, Tonkugeln, Luftbefeuchter).

Welche Schädlinge sollte man im Sommer beachten und wie behandelt man sie natürlich?

Hitze und trockene Luft begünstigen vor allem Spinnmilben und Thripse sowie Schildläuse. Thripse befallen gern Monstera, Calathea oder Ficus; Spinnmilben bevorzugen Ficus, Palmen und Dracaena. Behandeln Sie natürlich mit Schwarzer Seife und/oder Neemöl als Spray, und lösen Sie Wolllausnester mit einem Rezept aus Schwarzer Seife, Pflanzenöl und Branntweinessig.

Sollte man seine Pflanzen im Sommer düngen?

Ja: Der Sommer ist die Hauptwachstumszeit, ideal für einen verdünnten Flüssigdünger, höchstens einmal pro Woche. Im Herbst und Winter stark reduzieren oder ganz pausieren, wenn die Pflanze ruht.